Der Teufelstein

Eine sagenumwobene Kultstätte

Der Teufelstein ist das "Wahrzeichen" der Gemeinde Fischbach. Er liegt in einer Seehöhe von 1498 m und bildet als markanter Felsstein die Spitze einer Bergkuppe in den Fischbacher Alpen.

Der Teufelstein im Sommer

Der Teufelstein selbst besteht aus drei großen übereinanderliegenden Felsklötzen, welche eine Höhe von zirka 6 Metern aufweisen. Er lag genau auf der Zentrallinie der totalen Sonnenfinsternis vom 11. August 1999 und er ist in letzter Zeit Anlass für viele Spekulationen, Hypothesen und ernsthafte wissenschaftliche Forschungen. So bildet der Teufelstein zum Beispiel mit dem ebenfalls sagenbehafteten Königskogel und vier Kirchen ein geometrisches Muster von pythagoreischen Dreiecken. Einige statistische mathematische Gutachten kommen zu dem Schluss, dass nach menschlichem Ermessen eine zufällige Anordnung ausgeschlossen werden kann, also eine geplante Konstruktion zu Grunde liegt.

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Der Teufelstein im Sommer
Teufelstein zur Sonnenwende

Der Sage nach wollte der gefallene Engel Luzifer hier einen Turm erbauen, welcher bis in den Himmel ragen sollte, um so wieder in den Himmel zu gelangen.

Teufelstein (c) Rennhofer

Nachdem Luzifer vom Himmel in die Hölle hinab verstoßen worden war, trieb er Jahrtausende hindurch daselbst als oberster der Teufel sein Unwesen, doch wollte ihm dies ganz und gar nicht behagen. Er bat daher den lieben Herrgott um seine Wiederaufnahme in den Himmel. Dieser bewilligte ihm die Bitte, jedoch unter der Bedingung, dass Luzifer in der heiligen Christnacht in der Zeit, als der Priester am Altare die heilige Hostie aufhebt, einen Turm von der Erde bis zum Himmel baue; derselbe müsste bis zum zweiten Glockenschalle, dem Zeichen zur Aufhebung des Kelches, fertig sein. Im Glauben, dies Werk trotz der kurzen Frist leicht vollbringen zu können, ging der Teufel auf die Bedingung ein.

Er machte sich ein eigenes Traggestell zurecht, und als das erste Glockenzeichen ertönte, erfasste der Satan drei große Riesensteine und trug sie durch die Luft auf die Fischbacheralpe. Nun wollte er ein zweites Mal dasselbe tun, warf aber in seiner Hast die Steine mit zu großer Gewalt auf das Traggestell, so dass dieses brach. Bevor er nun das Gestell wieder zusammengerichtet hatte, ertönte vom Tale herauf das zweite Glockenzeichen, und der Priester am Altare hob den Kelch empor. Da war nun die Frist für Luzifer zu Ende. Wild fuhr er in die Hölle zurück, die drei Steine aber ließ er auf der Fischbacheralpe liegen, und sie heißen nach ihm "Teufelstein".

Der Teufelstein im Winter

Viele Wanderungen führen auf den Teufelstein und rund um den Teufelstein und auch mit den Schneeschuhen oder Langlaufskiern im Winter ist der Teufelstein mit seiner beeindruckenden Aussicht ein begehrtes Ziel.

Und jedes Jahr zur Wintersonnenwende zieht der älteste Kultplatz der Steiermark Begeisterte an, die das Naturschauspiel zum Sonnenaufgang gemeinsam verfolgen.

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